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Guanchen, Benahoaritas oder alte Kanarier?
Auch ich weiss nicht viel
über die Ureinwohner von La Palma, den Guanchen oder originaler
gesagt den Benahoaritas, welche 1492 unter den üblichen Brutalitäten
der spanischen Konquistadoren ihr Ende fanden. Der letzte Guanchenkönig
Tanausú soll sich noch wacker geschlagen haben und konnte
letzten Endes wohl nur durch eine List besiegt werden. Weiter sagt
die Legende, er habe sich der Auslieferung an die Spanier widerstetzt,
indem er sich auf der Fahrt zum Festland durch einen Hungerstreik
getötet hat.
Die wohl älteste
Fundstelle auf La Palma soll die Höhle von Belmaco mit einem
Alter von 4000 Jahren sein, die Variantenreichste liegt im Norden,
La Zarza und La Zarcita. Die abgebildeten Petroglyphen, so nennen
sich die Steinritzereien und Abschleifungen, wurden wohl von den
hier auf der Seite dargestellten "Hippie-Vorfahren", die
zeitweise in den alten Höhlen der Guanchen lebten, ein wenig
verunstaltet bzw. erweitert und mit Initialen oder Parolen verziert.
Tja, wer schützt uns vor uns selbst?
Jedenfalls ranken sich
eine Menge Legenden und halbwissenschaftliche Weisheiten um die
Herkunft und das Leben der Altkanarier. Sie besaßen kein Metall,
folglich stuft man sie als Steinzeitmenschen ein (Ich habe Glück
und besitze in meinem Haushalt metallene Dinge, so gehöre ich
schon einer erhabenen Evolutionsstufe an.)
Auch die Schifffahrt war ihnen fremd, einige sagen sie hätten
es verlernt; und Kontakt mit dem afrikanischem Festland bzw. den
anderen, in Sichtweite liegenden Inseln, hat es scheinbar auch nicht
gegeben. Mutmaßen lässt sich, dass sie mit der metallverarbeitenden
Hochkultur der Europäer auch gar keinen Kontakt haben wollten,
was durch die späteren Ereignisse gerechtfertigt wird.
Hobbyforscher, Legendenspinner
und Wissenschaftler dürfen sich dem Thema, wiederaufarbeiten
lassen was ihre Urahnen zerstört haben (nette Arbeitsbeschaffungsmaßnahme),
widmen und vielleicht die ein oder andere neue Erkenntnis an den
Tag befördern.
Ich bin schon froh, dass sich die Gelehrten einig sind, dass die
Guanchen nicht blond und blauäugig, sondern dunkel und braunäugig
gewesen sind.
Wahrscheinlich ist unsere (wir Alternativen) Identifikation mit
den Altkanariern aus dem Gefühl heraus entstanden, selber "Opfer"
der modernen Konquistadoren zu sein. Sie haben heute kaum noch Gesichter,
sondern es ist die in Jahrhunderten geübte Systematik der Verunmenschlichung
der Gesellschaft.
Deshalb geben wir unseren
Kindern wieder die Namen der Guanchen (Aitami, Iruya Tergüet,
Bencomo, Nai, Jonai, Tinguaro...), der Benahoaritas (Tanausú,
Guayarmina, Dácil, Ayose, Gara, Afur, Tinguaro...)!
Was diese Steinzeichnungen
(Petroglyphen) zu bedeuten haben, konnten die Wissenschaftler noch
nicht schlüssig klären, aber wie ihr auf den Seiten dieser
Page sehen könnt, werden sie von uns gerne benutzt und dekorativ
eingesetzt. Egal welche Bedeutung ihnen noch zugeordnet wird!
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